Krankheitbild: Depression

Krankheitbild: Depression

Depression ist eine Volkskrankheit, von der rund vier Millionen Deutsche betroffen sind. Einige leiden im Verborgenen, andere gehen offen mit ihrer Krankheit um. Erfahren Sie, wie man eine Depression erkennt und wie man sie behandelt.

Depression erkennen und behandeln

Wie häufig tritt eine Depression auf?

Schätzungsweise 5 Prozent der Bevölkerung leiden zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer Depression. In Deutschland sind das circa vier Millionen Menschen, Tendenz steigend. Bezogen auf die Lebenszeit erkranken ca. 26 Prozent der Frauen und ca. 14 Prozent der Männer an einer Depression.

Welche Risikofaktoren gibt es für eine Depression?

  • Genetische Disposition: Depressionen in der Herkunftsfamilie
  • weibliches Geschlecht: Frauen erkranken etwa doppelt so häufig an einer Depression
  • Personen ohne vertrauensvolle persönliche Beziehungen, z. B. allein lebend ohne soziale Bezüge
  • belastende Lebensumstände, wie persönliche Krisen, Todesfälle, gehäufter Stress
  • eine gewisse Häufung ist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr zu beobachten

Welche Anzeichen gibt es für eine Depression?

Psychische Symptome einer Depression

  • Traurigkeit
  • Interesselosigkeit
  • Freudlosigkeit
  • Energielosigkeit
  • Mutlosigkeit
  • Hilflosigkeit
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Angstzustände
  • Zwänge
  • Reizbarkeit
  • Innere Unruhe
  • Empfindsamkeit
  • Denk- und Konzentrationsstörungen
  • Grübelneigung
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Schuldgefühle
  • Beziehungsstörungen

Körperliche Symptome einer Depression

  • Schlafstörungen
  • Appetitstörungen
  • Kopfdruck
  • Atembeschwerden
  • Herzbeschwerden
  • Kreislaufstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schmerzen verschiedener Lokalisation (z.B. Schultern, Nacken)
  • Generalisierte Schmerzen
  • Allgemeine Schwäche und Erschöpfung
  • Körperliche Missempfindungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen (z.B. Libidoverlust)
  • Reduzierte Vitalität
  • Leibgefühlsstörungen
  • Veränderung des Körpergewichtes
  • Störungen der Tränen- und Schweißsekretion
  • andere körperliche Symptome sind möglich.

Depressionen therapieren

Eine Depression behandeln Ärzte und Therapeuten u. a. mit

  • medikamentöse Therapie
    trizyklischen Antidepressiva und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI)
  • kognitiver Verhaltenstherapie

Ziele der kognitiven Verhaltenstherapie

  • Problembereiche identifizieren
  • individuelle gedankliche (kognitive) Blockaden oder Irrtümer erkennen
  • gedankliche Alternativen entwickeln, prüfen und ausprobieren
  • bisherige Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen in Frage stellen
  • andere Muster in Form von Übungen ausprobieren

Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie

  • Zusammenhangs zwischen Stimmung – Denken – Fühlen darstellen
  • vorrangig negativ ausgerichteten Denken korrigieren
  • Aktivitäten aufbauen
  • soziale Fertigkeiten verbessern
  • zwischenmenschliche Kommunikation verbessern
  • Problemlösefähigkeiten verbessern
  • gedankliche Verzerrungen verändern, z. B. Alles-oder-Nichts-Denken, übertriebene Verallgemeinerungen, Dinge persönlich nehmen, voreilige Schlussfolgerungen

Depression: Bereitschaft zur Veränderung erhöht Heilungschancen

Nur wenn eine innere Bereitschaft zur aktiven Veränderung mit in die Behandlung eingebracht wird, kann die Therapie langfristig erfolgreich sein: Nicht die Dinge an sich sind schlecht, sondern die Sichtweise der Dinge! Es kommt immer auf die Sichtweise an, ob ein Glas halb voll oder halb leer ist.

Wer Sie behandelt

Dr. Max Holger Warnke

Dr. Max Holger Warnke

Chefarzt der Rehabilitationsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Erwachsene

MEDICLIN Seepark Klinik

Wie Sie uns kontaktieren können

Claudia Herzig

Claudia Herzig

Assistentin des Chefarztes der Fach- und Rehabilitationsklinik

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