Fachbereich: Zentrum für Schmerztherapie

Fachbereich: Zentrum für Schmerztherapie

Chronische Schmerzen stellen für Betroffene eine große Belastung dar. Im Gegensatz zum akuten Schmerz, der als Alarmsignal des Körpers eine wichtige Warnfunktion hat, beeinträchtigen chronische Schmerzen die Lebensqualität der Betroffenen.

Zentrum für Schmerztherapie

Im Gegensatz zum akuten Schmerz, der als Alarmsignal des Körpers eine wichtige Warnfunktion hat, beeinträchtigen chronische Schmerzen, Migräne, Tinnitus oder andere somatoforme Beschwerden wie Fibromyalgie oder das Reizdarm-Syndrom die Lebensqualität der Betroffenen. Häufig liegt bereits eine Odyssee von Diagnostik und Behandlungsversuchen hinter Ihnen, sie fühlen sich unverstanden und nicht ernst genommen. Es kommt in der Folge also neben der ursprünglichen Symptomatik noch eine zweite hinzu: psychische Beeinträchtigungen, wie z.B. Depressionen oder Ängste.

In der MEDICLIN Seepark Klinik behandeln wir chronische Schmerzen aus einer ganzheitlichen Sicht. Wir verfolgen einen psychosomatischen Ansatz. Nach der kritischen Betrachtung der körperlichen Befunde und Voruntersuchungen kümmern wir uns um eine Verbesserung Ihrer Lebensqualität. Dies gelingt u. a. dann, wenn wir Ihre Symptome mildern können oder aber wenn Sie Ihren Umgang mit den Symptomen verbessern können.

Unsere Ziele

  • Aktivitätenaufbau
  • Stärkung der Teilhabe
  • Verbesserung der symptomarmen Zeit
  • Symptomtoleranz
  • verhaltenstherapeutische Neuorientierung im Werte- und Reaktionsmodus

Besonders wenn durch die chronische somatoforme Belastungsstörung und die Schmerzen schon eine Verschlechterung der beruflichen Teilhabe erfolgt ist, ist unser Ansatz erfolgversprechend. Durch die gute Vernetzung mit Sozialversicherungsträgern gelingt es uns häufig, eine Verbesserung der Kontextfaktoren zu erreichen. Dies können z. B. eine verbesserte Ausgestaltung des Arbeitsplatzes oder bessere Bewältigungskompetenzen sein. Oft können wir auch bei Menschen, die schon lange Zeit in ambulanter Behandlung waren oder auch schon einmal eine Rehabilitation durchgeführt haben, eine Verbesserung der Lebensfreude herbeiführen.

Was wir behandeln

  • Körperliche Beschwerden, die unabhängig von ihrer Ursache zu einer starken Beeinträchtigung der gesundheitlichen Lebensqualität führen, weil sie z. B. Schmerzen verursachen oder die Alltagsfähigkeit vermindern.
  • psychische Erkrankungen oder Erschöpfungssymptome, die mit körperlichen Beschwerden einhergehen (Burnout mit körperlichen Schmerzen, Depressionen mit Schmerzen oder Ängste mit körperlichen Symptomen)
  • alle Formen von psychischen Folgeerkrankungen durch eine körperliche Beschwerdesymptomatik (Resignation, Gereiztheit)
  • alle Formen von ungeeigneten Verhaltensweisen, die infolge der Schmerzen entstanden sind (Schonung, ungeeigneter Medikamentengebrauch, sozialer Rückzug u.a.)

Alle Krankheitsbilder von A-Z

  • Adipositasbedingte Schmerzen
  • Chronische Schmerzen mit Opiodgebrauch
  • Chronische Schmerzen mit psychischen und körperlichen Faktoren
  • Psychische Erkrankungen mit körperlichen Schmerzen
  • Schmerzen
  • Somatoforme Belastungsstörungen (Tinitus, Reizdarm, Schwindel)
  • Somatoforme Schmerzstörungen (Migräne, Rückenschmerzen)
  • Somatoforme Störungen/ Schmerzstörungen z.B. Kopf- und Bauchschmerzen

Wie wir Sie behandeln

Nach einer kurzen Diagnostikphase, in welcher wir auch die Vorbefunde beachten und mit Ihnen gemeinsam ein Störungsmodell entwickeln, erstellen wir einen Therapieplan. Dieser zielt darauf ab, die Fähigkeit zur Aktivität, Teilhabe, Lebensfreude und Bewältigung des Alltags und gegebenenfalls Berufs zu verbessern.

Die Säulen der Schmerzbehandlung sind

  • Psychotherapie und psychologisch geschulte Schmerzbewältigung
  • somatische Basistherapie mit Schmerzreduktion (Medikamente, Akkupunktur u. a.)
  • physikalische Therapie: Krankengymnastik, Sport- und Bewegungstherapie, Elektrostimulation, Wärmeanwendungen Anwendungen im Wasser und manuelle Anwendungen
  • lösungsorientierte Tanz- und Körpertherapie
  • Erlernen von Entspannungsverfahren
  • alternative Verfahren und Verfahren aus verschiedenen Therapieschulen (Feldenkrais, Vojta, traditionelle chinesische Medizin, Shaolin-Buddhismus, Fußreflexzonen-Therapie)

Ihr Bezugstherapeut und Ihr Bezugsarzt bilden dabei das Zentrum eines Therapeutenteams, welches mit Ihnen gemeinsam einen individuellen Therapieplan erstellt.

Weitere Elemente der Therapie sind u. a.

  • die Teilnahme an Basis- und Spezialgruppen, beispielsweise zur Stärkung der sozialen Kompetenz oder zur Bewältigung von Ängsten und Depressionen
  • eine eigene Schmerztherapiegruppe, in der konkrete Möglichkeiten der Bewältigung erarbeitet werden und lebenspraktische und berufliche Fähigkeiten neu aufgebaut werden können
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Entspannungsverfahren
  • eine speziell am Bedarf ausgerichtete Tanz- und Bewegungstherapie

Der stationäre Aufenthalt dauert in der Regel fünf Wochen. In dieser Zeit ist es unser Ziel, Ihre Lebensqualität so weit wie möglich zu steigern, was einerseits durch eine Reduktion des Schmerzerlebens, andererseits durch einen Aufbau an Aktivitäten und Teilhabe eintritt. Dabei gilt: Es ist wichtig, dass Sie sich gemeinsam mit uns realistische Ziele setzen, die wir dann mit Ausdauer und Geduld gemeinsam verfolgen.

Größtmögliche Schmerzmilderung

Häufig kann eine vollständige Schmerzfreiheit oder Abwesenheit von körperlichen Symptomen nicht erreicht werden. Das Ziel muss also sein, trotz der Beeinträchtigungen ein möglichst gutes Leben führen zu können. Gerade in den letzten zwei Jahrzehnten gab es bahnbrechende Erkenntnisse, wie man trotz großer Belastungen (auch gesundheitlicher Natur) ein gutes Leben führen kann. Wir setzen Techniken der achtsamkeitsbasierten Therapie, der Verhaltenstherapie und vor allem der metakognitiven Therapie ein, um eine größtmögliche innere Distanz vom Schmerzerleben aufzubauen. Dadurch steigt die Fähigkeit, sich wieder freudvoll erlebten Aktivitäten zuzuwenden und diese zu genießen. Zuletzt wird versucht, die hier erworbenen Verbesserungen konkret in Ihr Heimatumfeld zu überführen. Das heißt, wir helfen Ihnen dabei, die Nachsorge und Nachbehandlung zu organisieren.

Rückkehr ins Leben

Zur Behandlung gehört auch, Ihre persönliche Situation in den Blick zu nehmen und aufzuarbeiten, das sind z. B.  zwischenmenschliche Beziehungen, Integration ins Arbeitsleben, Überwindung von schwierigen Emotionen, die mit dem Schmerzsyndrom zusammenhängen. Wir informieren Sie über die Nachsorgeangebote unserer Vertragspartner (in der Regel die Deutsche Rentenversicherung der die Krankenkassen) und erstellen einen konkreten Nachbehandlungsplanung, sodass Sie die hier erlernten nützlichen Veränderungen auch zuhause weiterführen können.

Wer Sie behandelt

Dr. Max Holger Warnke

Dr. Max Holger Warnke

Chefarzt der Rehabilitationsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Erwachsene

MEDICLIN Seepark Klinik

Wie Sie uns kontaktieren können

Claudia Herzig

Claudia Herzig

Assistentin des Chefarztes der Fach- und Rehabilitationsklinik

MEDICLIN Seepark Klinik