MediClin Seepark Klinik Bad Bodenteich

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Zentrum für Schmerztherapie: Behandlungskonzept

Behandlungskonzept

Zentrum für Schmerztherapie

Beeinträchtigung durch chronische Schmerzen

Behandlungsziele: Schmerzreduktion und Schmerzbewältigung

Sechs Säulen der Schmerztherapie

Physiotherapie, psychologische Bewältigung, Psychotherapie

Entspannungsverfahren, medikamentöse Behandlung, Akupunktur

Behandlungssetting und Dauer der Therapie


Behandlungssetting und Dauer der Therapie

Voraussetzung der fachgerechten Behandlung von Schmerzerkrankungen ist für alle beteiligten Ärzte und Therapeuten die genaue Kenntnis aller physiologischen Befunde des Patienten, die möglichst schon bei der stationären Aufnahme vorliegen sollten. Noch notwendige weitere somatische Untersuchungen können aufgrund guter medizin- und labortechnischer Ausrüstung in der MediClin Seepark Klinik durchgeführt werden. In der eingangs genannten Schmerzkonferenz werden die somatischen und psychologischen Informationen zusammengeführt und für die Therapieplanung genutzt.

Patienten mit psychischer Komorbidität nehmen an einer allgemeinen Psychotherapiegruppe teil (dreimal wöchentlich eine Doppelstunde). Hier findet eine Aufarbeitung der für die Entstehung, Aufrechterhaltung und Überwindung der Schmerzstörung relevanten psychologischen Zusammenhänge statt. Die Patienten erarbeiten sich gemeinsam mit den Therapeuten eine neue Perspektive über die psychologische Bedeutung der Störung. Zugrunde liegende intrapsychische Konflikte der Patienten sowie die psychischen Folgen langfristig bestehender Schmerzen werden psychotherapeutisch bearbeitet. Diese Gruppen werden jeweils von einer Ärztin/einem Arzt und einer Psychologin/einem Psychologen geleitet. Dieses Therapeutenteam begleitet einen Patienten während seines gesamten Aufenthaltes.

Zweimal wöchentlich findet die kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientierte Schmerzgruppe statt, in der konkrete Möglichkeiten der Schmerzlinderung erarbeitet werden und lebenspraktische und berufliche Fähigkeiten neu aufgebaut und gestärkt werden.

Alle physiotherapeutischen Maßnahmen werden nach ärztlicher Verordnung in den Therapieplan aufgenommen. Die verschiedenen Möglichkeiten der Physiotherapie können aufgrund unserer umfangreichen Angebotspalette sehr spezifisch auf die jeweilige Indikation abgestimmt werden.

Die Patienten erlernen ein Entspannungsverfahren (zwei Stunden pro Woche, Progressive Muskelentspannung nach JACOBSON und/oder Autogenes Training).

Je nach zusätzlicher psychischer Indikation nehmen die Patienten außerdem an verhaltenstherapeutisch orientierten Spezialgruppen teil, beispielsweise zur Stärkung der sozialen Kompetenz oder zur Bewältigung von Ängsten oder Depressionen (zweimal wöchentlich eine Doppelstunde). Bei Bedarf wird auch sozialarbeiterische Hilfe für Patienten geleistet, deren „gesundheitliche Integrität“ aufgrund persönlicher und/oder umweltbedingter Kontextfaktoren beeinträchtigt ist.

Entsprechend den üblichen Übernahmeerklärungen der Kostenträger behandeln wir chronische Schmerzen mit somatischer Ursache i.d.R. in einem Zeitraum von drei bis sechs Wochen.

Der Entlassung aus der Klinik folgt wenn möglich eine ambulante Behandlungsphase, in der die Motivation der Patienten durch die stationär erreichten Erfolge für eine kontinuierliche ambulante Weiterbehandlung genutzt werden sollte.

 



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