Behandlungskonzept
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Beeinträchtigung durch chronische Schmerzen
Behandlungsziele: Schmerzreduktion und Schmerzbewältigung
Sechs Säulen der Schmerztherapie
Physiotherapie, psychologische Bewältigung, Psychotherapie
Entspannungsverfahren, medikamentöse Behandlung, Akupunktur
Behandlungssetting und Dauer der Therapie
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Physiotherapie, psychologische Bewältigung, Psychotherapie
Die physiotherapeutische Behandlung bewirkt Mobilisierung, Stabilisierung, Kräftigung und Dehnung des Bewegungsapparates sowie eine Korrektur von Fehlstellungen. Massage und Wärme dienen der Lockerung der Muskulatur. Medizinische und hydro-elektrische Bäder fördern Entspannung und Durchblutung. Wärme- oder Kältebehandlungen können Schmerzen lindern oder als Vorbereitung und Nachbehandlung für die Krankengymnastik dienen. Spezielle physiotherapeutische Maßnahmen sind Koordinations- und Gleichgewichtsschulung, Körperwahrnehmung und Bewegungsanbahnung. Die Verordnungen der genannten Behandlungen werden entsprechend dem Krankheitsbild vorgenommen.
Im Zentrum der psychologischen Schmerzbewältigung steht ein kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientiertes Gruppenprogramm. Es regt zu einer aktiven Mitarbeit des Patienten an und fördert dessen Eigeninitiative und Selbstverantwortung.
Das Programm besteht aus folgenden Komponenten:
Vermittlung von Stressbewältigungs- und Problemlösestrategien
Erlernen eines Zusammenhangs zwischen individueller Lebensqualität und sozial-emotionalen Bedingungen einerseits sowie Schmerzerleben andererseits
Aufmerksamkeitslenkung und Genusstraining als Mittel der Schmerzveränderung
Erlernen von Imaginationen zur Schmerzbeeinflussung
Modifikation der kognitiven Schemata, die ein Patient mit seinen Schmerzen verbindet
Schmerzprophylaxe durch aktiven Bewegungsausgleich und Kontrolle der Auslösebedingungen für Schmerz bzw. Schmerzattacken
Wissensvermittlung über Schmerzentstehung, Schmerzweiterleitung und Schmerzverarbeitung mit dem Ziel, dass die Patienten selbst zu "Experten” ihrer eigenen Störung werden, und damit Förderung der Fähigkeit, sich selbst realistische Behandlungsziele zu setzen
Die Behandlung erfolgt primär in Psychotherapiegruppen, fakultativ erfolgt Einzeltherapie. Dabei werden die psychogenen Faktoren der Schmerzentstehung und -aufrechterhaltung sowie reaktive und komorbide psychische Störungen mit einem tiefenpsychologisch fundierten Ansatz verbunden. Unbewusste Funktionen des Schmerzes einschließlich des sekundären Krankheitsgewinns werden erarbeitet. Außerdem werden die Patienten für die Zeit nach dem stationären Aufenthalt beraten und auf das ambulante Setting vorbereitet.
