MediClin Seepark Klinik Bad Bodenteich

MediClin AG

Home Sitemap Suche

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für Erwachsene: Indikaive Gruppen

Behandlungskonzept

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für Erwachsene

Behandlungsziele

Behandlungsprinzipien

Hilfestellung in der Gruppe

Gruppenzusammensetzung bei Allgemeinen Psychotherapiegruppen

Indikative Gruppen

Einzeltherapie für den Ausnahmefall


Indikative Gruppen

Bei den indikativen Gruppen handelt es sich im Einzelnen um die Gruppen

Depression
Die therapeutische Arbeit in der indikativen Gruppe zur Depressionsbewältigung setzt am Symptom an und zielt auf eine Steigerung der Selbstverantwortlichkeit und Eigeninitiative. Mit Hilfe aktivitätsfördernder und kognitiver Verfahren werden einzelne depressive Symptome reduziert. Die Patienten werden zu aktiver Mitarbeit motiviert.

Angst
Ziel der Angstbehandlung in der indikativen Gruppe ist eine Reduzierung bzw. Bewältigung der Symptomatik. Einzelne Schritte sind kognitive Umstrukturierung, Angstexposition, Erfahrung der Selbstwirksamkeit, Umdeutung der körperlichen Symptome und – besonders wichtig – der Abbau des Vermeidungsverhaltens. Bei einer sozialen Phobie ist die Teilnahme an dem Training sozialer Kompetenzen (s.u.) therapeutisch wirksamer.

Soziale Kompetenz
Soziale Kompetenzprobleme sind eine zentrale Mitursache für andere ernsthafte psychische Beeinträchtigungen oder Störungen (Depression, Substanzmissbrauch, psychosomatische Störungen u.a.). Eine Förderung sozialer Kompetenzen wirkt sich positiv auf eine Bewältigung bestehender psychischer oder physischer Störungen aus. Die indikative Gruppe zur Förderung der sozialen Kompetenz ist verhaltenstherapeutisch orientiert und zielt auf die Verfügbarkeit und Anwendung von kognitiven, emotionalen und motorischen Verhaltensweisen, die in sozialen Situationen zu einem langfristig günstigen Verhältnis von positiven und negativen Konsequenzen führen.

Schmerz
Das spezifische Gruppenprogramm zur psychologischen Schmerzbewältigung regt zur aktiven Mitarbeit der Patienten an, zielt auf Schmerzlinderung und soll einen die Lebensqualität steigernden angemessenen Umgang mit dem Schmerz erreichen. Methoden sind Aufmerksamkeitslenkung, aktiver Bewegungsausgleich, Veränderung kognitiver Schemata und hypnotherapeutische Imaginationen zur Schmerzbeeinflussung.

Anorexie, Bulimie, Adipositas (Essstörungsgruppen)
Im Essstörungsbereich finden indikative Gruppen jeweils nach dem Mittagessen getrennt nach Anorexie-, Bulimie- und Adipositaspatienten statt. Neben der Klärung konkreter Fragen zur Ernährung erfolgt in diesen Gruppen symptomorientiertes Arbeiten: Ziel ist es, den pathologischen Umgang mit Nahrung im Sinne eines intrapsychischen und interpersonellen Spannungsregulativums zu verdeutlichen bzw. abzubauen und durch gesundheitsfördernde neue Copingstrategien zu ersetzen. Durch den Austausch und das gegenseitige Erleben wird eine gute Realitätsanbindung hergestellt. Die Frequenz der indikativen Gruppen im Essstörungsbereich beträgt im Regelfall drei- bis fünfmal pro Woche eine Stunde zusätzlich zur Gruppenzeit der Allgemeinen Psychotherapiegruppen.

Kunsttherapie
Ziel der Kunsttherapie ist es, durch den Gestaltungsprozess einen Zugang einerseits zu seelischen Konflikten, andererseits zu verdrängten Bedürfnissen und Ressourcen zu entwickeln. Je nach Schwere der psychischen Erkrankung des Patienten wird halt- und strukturgebend oder erlebnisorientiert-aufdeckend gearbeitet. In der anschließenden verbalen Aufarbeitung der Bilder werden die Patienten unterstützt, die gemachten Erfahrungen zu verstehen und zu verarbeiten.

Musiktherapie
Musiktherapie ist ein erlebnis- und lösungsorientiertes Verfahren. Die freie Improvisation (das Spiel auf Instrumenten) öffnet den Patienten einen klanglichen Zugang zu ihren seelischen Konflikten. Die Musik wird hier als emotionslösender Faktor eingesetzt, sodass die Patienten zu einer anderen Ausdrucksfähigkeit gelangen als die ihrer Problematik.

Körpertherapie
Ziel der Körpertherapie ist es, über einen körperorientierten und körperzentrierten Ansatz Zugang zu innerseelischen Prozessen zu finden und so z.B. zu lernen, Verbindungen zwischen psychischen Konflikten und körperlichen Symptomen herzustellen. Patienten mit entsprechenden Konflikten und Störungen können ihre Bedürfnisse und Körpersignale nicht mehr genau identifizieren und wahrnehmen. Unter der Zuhilfenahme verschiedener Körpertherapiemethoden aus dem Bereich der psychoanalytischen Körpertherapie und der Bioernergetik werden dem Patienten im Rahmen dieser Behandlungen z.B. körperliche Blockaden bewusst gemacht und gelöst.

In diesen Gruppen wird die Arbeit der Allgemeinen Psychotherapiegruppen fortgeführt, erweitert und vertieft. Thematisch sind sie konzentriert auf eine konkrete Bewältigung der Symptomatik. Sie sind kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientiert und enthalten entsprechende Trainingsprogramme. Die Angst-, Depressions- und Schmerzbewältigung werden durch Erlernen eines Entspannungsverfahrens, Genusstraining und sporttherapeutische Aktivitäten ergänzt.

 

 



Impressum