MediClin Seepark Klinik Bad Bodenteich

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Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für Erwachsene: Indikationen

Behandlungskonzept

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für Erwachsene

Behandlungsziele

Behandlungsprinzipien

Hilfestellung in der Gruppe

Gruppenzusammensetzung bei Allgemeinen Psychotherapiegruppen

Indikative Gruppen

Einzeltherapie für den Ausnahmefall


Gruppenzusammensetzung bei Allgemeinen Psychotherapiegruppen

Störungsbildabhängig gibt es in der MediClin Seepark Klinik grundsätzlich zwei Möglichkeiten der therapeutischen Zuordnung der Patienten zu einer Allgemeinen Psychotherapiegruppe:

Zum einen werden Gruppen gebildet, deren Hauptzuordnungskriterium die seelische Störung des Patienten ist.

Hierzu gehören die Behandlungsgruppen für Anorexie- und Bulimieerkrankte und adipöse Patienten, bei denen die zu behandelnde seelische Störung in sehr engem Zusammenhang mit der bestehenden Essstörung gesehen werden muss, postpsychotische Patienten, die in einem eigens auf sie adaptierten Setting geführt werden, seelisch erkrankte Mütter/Väter mit ebenfalls erkrankten stationär mit aufgenommenen Kindern.

Die Gründe, diese recht unterschiedlichen Patientengruppen jeweils als homogene Gruppe zu behandeln, sind unterschiedlich. Bei den Essstörungen spielt es eine wesentliche Rolle, dass durch Führen einer homogenen Gruppe das „Expertentum” der jeweiligen Patienten bezüglich ihrer Erkrankung gefördert wird und dadurch deutlich bessere Behandlungsergebnisse erzielt werden als in inhomogenen Gruppen.

Bei den schwer psychisch erkrankten Patienten (z.B. Persönlichkeitsstörungen) ist das Führen einer störungsspezifischen Gruppe in der Notwendigkeit einer gemeinsamen stabilisierenden, individuelle Coping-Strategien verbessernden, nicht aufdeckenden psychotherapeutischen Behandlung begründet.

Bei der Behandlung von Müttern/Vätern mit gleichzeitig stationär aufgenommenen Kindern besteht der Grund darin, dass bei dieser Patientengruppe eine modifizierte Behandlungstechnik angewandt werden muss, die es Patienten wie Therapeuten ermöglicht, zwar emotional intensiv und tiefgehend Problembereiche zu bearbeiten, die Betroffenen aber zum Ende der jeweiligen Therapiestunde soweit zu stabilisieren, dass ihre Kinder anschließend nicht durch instabiles Verhalten der Elternfiguren irritiert werden.

Bei einem anderen Weg der Gruppenzuordnung werden Patienten mit jeweils gleichem Lebensalter in einer Gruppe zusammengefasst (Spannbreite möglichst nicht größer als 15 Jahre).

Die dadurch entstehenden Gruppen zeichnen sich durch eine relative Homogenität der allgemeinen Lebenserfahrung der Teilnehmer aus. Dies fördert deutlich gemeinsame Interaktion der einzelnen Gruppenteilnehmer, da es einen gemeinsamen zeitlichen Erfahrungshorizont gibt.

Dieses Modell der Gruppenzusammensetzung eignet sich vorzüglich für Patienten mit neurotischen Störungen (Depressionen, Angst, Zwang), funktionellen und reaktiven Störungen wie auch einzelnen Formen von Persönlichkeitsstörungen. Auf Grund der Unterschiedlichkeit der in diesen Gruppen behandelten Erkrankungen besteht hier die Möglichkeit, dass ein Patient von den Stärken anderer Patienten lernt bzw. diese als Modell benutzen kann, um das Repertoire eigener Copingstrategien zu erweitern.

 



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