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Frank Thurmann-Heine

Leitender Oberarzt der Psychosomatik

Tel. 05824/ 21-213

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Therapie

Zur Behandlung chronischer Schmerzen ist aufgrund der multikausalen und komplexen Genese der Störung sowie aufgrund der vielfältigen Folgen chronischer Schmerzen ein multimodales Behandlungsangebot notwendig.

Die Säulen der Schmerzbehandlung sind:

 

 

  • Psychologische Schmerzbewältigung / Psychotherapie und psychosomatisches
    Erklärungsmodell
  • Somatische Basistherapie mit Medikamentöse Schmerzreduktion
  • Physikalische Maßnahmen (z.B. Physiotherapie, Elektrostimulation, Sport-
    und Bewegungstherapie)
  • Schmerzbezogene Tanz- und Körpertherapie
  • Erlernen eines Entspannungsverfahrens
  • Alternative Verfahren (Akupunktur / TCM )


Um die verschiedenen Behandlungskomponenten optimal zum Einsatz zu bringen, arbeiten wir in einem interdisziplinären Team.

In diesem Team wird im Rahmen einer internen Schmerzkonferenz die bestmögliche Behandlung des einzelnen Patienten festgelegt und über die Dauer des stationären Aufenthaltes verfolgt.

Behandlungssetting und Dauer der Therapie

Voraussetzung der fachgerechten Behandlung von Schmerzerkrankungen ist
für alle beteiligten Ärzte und Therapeuten die genaue Kenntnis aller physiologischen Befunde des Patienten, die schon vor der stationären Aufnahme vorliegen sollten. In der eingangs genannten Schmerzkonferenz werden die somatischen und psychologischen Informationen zusammengeführt und für die Therapieplanung genutzt.

Einmal wöchentlich findet die kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientierte Schmerzgruppe statt, in der konkrete Möglichkeiten der Schmerzlinderung erarbeitet werden und lebenspraktische und berufliche Fähigkeiten neu aufgebaut und gestärkt werden. 

Alle physiotherapeutischen und sport- und bewegungstherapeutischen Maßnahmen werden nach ärztlicher Verordnung in den Therapieplan aufgenommen.

Die Patienten erlernen ein Entspannungsverfahren entweder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Autogenes Training sowie in der Schmerzgruppe zusätzlich Selbsthypnose.

Je Regelhaft nehmen die Patienten an Basisgruppen (3x/Woche), außerdem an Spezialgruppen teil, beispielsweise zur Stärkung der sozialen Kompetenz oder zur Bewältigung von Ängsten oder Depressionen. Ergotherapeutische Behandlungen finden sich ebenso wie sozialarbeiterische Unterstützung.

Die Patienten nehmen zudem an einer speziell für Schmerzpatienten ausgerichteten Tanz- und Bewegungstherapie teil, die dem nonverbalen Ausdruck des Schmerzes dient aber auch wieder in den Kontakt zum belasteten Körper bringen kann und wieder die Freude an Bewegung wecken kann.

In der Regel sehen wir eine Behandlungsdauer von 6 Wochen für die oben aufgeführten Indikationen vor. Es ist nach unserem multimethodalen Setting gewährleistet, dass jeder Patient in dieser Zeit die vorgestellten Behandlungselemente erhält und ausreichend vertiefen kann.