Durch eine umfassende Aufnahmeuntersuchung wird eingangs das Ausmaß der Erkrankung definiert. So wird z. B. bei adipösen Kindern und Jugendlichen untersucht, ob bereits Folgeerkrankungen bestehen oder ob, wie in seltenen Fällen möglich, eine andere Erkrankung die Ursache für das Übergewicht/die Adipositas ist.
Im Aufnahmegespräch wird neben der medizinischen, familiären und der psychologischen Anamnese der aktuelle Ernährungszustand sowie das Ess- und Bewegungsverhalten erhoben, um einen individuellen Therapieplan erstellen zu können. In diesem Zusammenhang werden auch seelische Faktoren erfasst.
Von psychologischer Seite erfolgt eine ausführliche biografische Anamneseerhebung.
Psychometrische Diagnostik
Mit Hilfe von Fragebögen wird eine standardisierte Psycho-Diagnostik je nach Bedarf durchgeführt.
Diese Fragebögen werden ggf. ergänzt durch weitere, die je nach spezifischer Diagnose eingesetzt werden: Allgemeine Depressionsskala, Angstfragebogen, Essstörungsfragebogen, Schmerzfragebogen.
Spezifische Fragestellungen erfordern den Einsatz von Leistungstests. Im Einzelfall werden auch neuropsychologische Tests eingesetzt. Kinder erhalten spezielle, altersangemessene psychologische Verfahren.
Apparative Diagnostik
- Klinisch-chemisches Labor, inklusive Blutgasanalyse
- Ruhe-EKG (inklusive Stehbelastung)
- Langzeit-EKG
- Langzeit-Blutdruck-Messung
- Belastungs-EKG (inkl. Verlaufskontrollen zur Dokumentation erreichter Verbesserungen)
- Echokardiografie (inklusive Farbdoppler-Echokardiografie)
- Sonografie: Abdomen (inklusive Harnblase), Schilddrüse, Speicheldrüsen
- Farbduplexsonografien der extracraniellen Gefäße und der Extremitätengefäße (arteriell und venös)
- Lungenfunktionsprüfung (inklusive Bestimmung der Resistance)